Ältere Wertermittlungsunterlagen

Die aktuelle Ermittlung des Verkehrswerts stellt natürlich das Ergebnis einer sorgfältigen Objekterfassung dar. Ältere Wertermittlungsunterlagen können Aufschluss über grundsätzliche Faktoren, welche sich in der Regel nicht verändern geben. Schließlich geht es bei der Bewertung einer Immobilie nicht nur um den aktuellen Zustand der Bausubstanz und der äußeren Ausstattungsmerkmale, sondern auch um eigentumsrechtliche Verhältnisse, nachbarschaftsrechtliche Beschränkungen, öffentlich-rechtliche Bestimmungen, Lagefaktoren, Altlastenverdachtsmomente und vieles mehr. Viele dieser Faktoren sind unveränderlich und können aus älteren Wertermittlungsunterlagen abgeleitet werden.

Natürlich müssen bei der Erstellung des aktuellen Wertermittlungsgutachtens aktuelle Daten wie die aktuelle Marktlage, der Grundstücksmarktbericht und die Bodenrichtwerte berücksichtigt werden. Da für die Beschaffung der zum Bewertungsgrundstück gehörenden bzw. damit verbundenen Unterlagen in der Regel der Eigentümer zuständig ist, kann die Vorlage älterer Wertermittlungsunterlagen einiges an Kosten sparen helfen. Schließlich ist jede erneute Anforderung von Grundstücksdaten mit entsprechenden Kosten behaftet. Andererseits ist der Immobiliengutachter natürlich immer gerne bereit, die erforderlichen Unterlagen anzufordern, sofern eine Kostenerstattung erfolgt.

Für jeden Immobilienbesitzer ist es daher ratsam, ältere Wertermittlungsunterlagen aufzubewahren, um für eine aktualisierte Bewertung durch einen Immobiliengutachter gut gerüstet zu sein. Ältere Wertermittlungsunterlagen alleine sind in Bezug auf den aktuellen Wert der Immobilie allerdings nicht aussagekräftig. Hilfreich ist ein älteres Gutachten jedoch immer dann, wenn die älteren Wertermittlungsunterlagen vollständig und nicht zu alt sind.

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